Schritt 1 von 5

Rundgang verlassen

Begleiteter Rundgang

Eier

Die Hälfte der Küken, die in einer Legelinie schlüpfen, wird am ersten Tag getötet. Sie sind männlich und legen deshalb nicht.

Der Käfig ist der Teil, den man vor Augen hat, aber er ist der dritte Schritt, nicht der erste. Davor kommen eine Tötungslinie für Küken, die nicht legen können, und eine Maschine, die einen Teil eines nervenreichen Schnabels entfernt, damit gedrängte Tiere einander weniger schaden. Jeder Schritt ist da, damit der nächste funktioniert.

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Foto: Kükenschredder
Drastisches Bild

Diese Fotografie zeigt Beseitigung von Eintagsküken.

1 Töten in der Brüterei

Kükenschredder

Küken ohne wirtschaftlichen Nutzen in einer Legelinie werden in der Brüterei getötet, durch Schreddern oder Verfahren mit kontrollierter Atmosphäre, innerhalb eines Tages nach dem Schlupf.

Was das ist
Küken ohne wirtschaftlichen Nutzen werden in der Brüterei am Schlupftag getötet. Das Schreddern zerstört sie mechanisch bei lebendigem Leib; andere Brütereien setzen Verfahren mit kontrollierter Atmosphäre ein.
Warum das System es einsetzt
Geschlecht oder Zuchtzweck entscheiden, welche Küken sich aufzuziehen lohnen. Der Rest wird in der Brüterei getötet, bevor er je in eine Produktionslinie gelangt.
Was es das Tier kostet
Alles hängt am Umgang und daran, ob das Küken sofort das Bewusstsein verliert und stirbt. Überladene Maschinen, mangelhafte Wartung und unvollständiges Töten führen dazu, dass es bei manchen nicht so ist, und der Schaden ist schwer.
Der Genauigkeit halber

Die Verfahren unterscheiden sich zwischen Brütereien, und was für das Küken herauskommt, hängt daran, ob der Tod sofort eintritt. Das Bild in diesem Eintrag ist verdeckt, weil der Kontext der Brüterei belastend ist.

Quellen
Foto: Schnabelkürzgerät

2 Schnabel gekürzt

Schnabelkürzgerät

Eine Klinge, eine heiße Fläche oder ein Infrarotsystem entfernt oder deaktiviert die Spitze des Schnabels, eines nervenreichen Sinnesorgans, um schädigendes Picken in dichten Beständen zu begrenzen.

Was das ist
Eine Klinge, eine heiße Fläche oder ein Infrarotsystem entfernt oder zerstört die Spitze des Schnabels, meist früh im Leben.
Warum das System es einsetzt
Tiere in dichten kommerziellen Beständen picken und verletzen einander. Statt die Dichte zu ändern, entfernt die Branche den Körperteil, der den Schaden anrichtet.
Was es das Tier kostet
Der Schnabel ist ein Sinnesorgan voller Nerven. Ihn zu kürzen verursacht akuten Schmerz und stört die Futteraufnahme; ein zu weitgehender oder ungenauer Eingriff hinterlässt beim Tier chronische Schmerzen.
Der Genauigkeit halber

Schädigendes Picken ist ein echtes Problem, und Erzeuger führen es aus gutem Grund an. Genetik, Beleuchtung, Besatzdichte, Beschäftigungsmaterial und Herdenmanagement können das Risiko senken, das zur Klinge führt.

Quellen
Foto: Batteriekäfig

3 Leben im Käfig

Batteriekäfig

Ein Drahtkäfig sortiert Tiere und Eier in den kleinsten praktikablen Raum; Laufen, Flügelschlagen, Nestbau, Aufbaumen, Scharren und Sandbaden passen nicht hinein.

Was das ist
Ein kahler Drahtkäfig hält Legehennen in Gruppen. Er ist so gebaut, dass Futter zu den Tieren kommt, Kot nach unten fällt und Eier eingesammelt werden, ohne dass jemand hineingeht.
Warum das System es einsetzt
Drahtkäfige halten die Kosten eines Eis niedrig: Der Kot trennt sich von selbst ab, die Eier kommen ohne Handgriff heraus, und der Platz je Henne ist so klein, wie das System es zulässt.
Was es das Tier kostet
Eine Henne im Batteriekäfig hat kein Nest, keine Sitzstange und keine Einstreu zum Scharren oder Sandbaden und nicht genug Platz, um die Flügel auszubreiten oder mehr als einen Schritt zu tun. Drahtböden und nahezu vollständige Bewegungslosigkeit machen sie anfällig für Verletzungen und schwache Knochen.
Der Genauigkeit halber

Käfigbauart und gesetzliche Vorgaben unterscheiden sich zwischen Ländern. Ausgestaltete Systeme fügen Ressourcen hinzu, schränken Platz und Verhaltenswahl aber weiterhin ein.

Quellen

Das ist der ganze Weg

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Die Hennen, die bleiben, werden schnabelgekürzt und so dicht gehalten, dass Laufen, Nestbau, Aufbaumen und Sandbaden unmöglich sind. Mit rund 18 Monaten werden sie getötet – ein Bruchteil der Lebensspanne eines Huhns.

Käfig-, Boden-, Volieren-, Freiland- und Biosysteme unterscheiden sich, und die gesetzlichen Vorgaben unterscheiden sich je nach Land. Eine Angabe auf der Packung beschreibt die Haltung; sie beschreibt nicht, was in der Brüterei oder mit dem Schnabel geschehen ist.

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